Die Macher

Fachblatt-Gründer Hans "Riebe" Riebesehl stellt sich im Editorial der Ausgabe 1/72 vor:

Riebe's Logo

Gehörst Du zur deutschen Musiker-Scene?


Dann möchte ich Dir etwas sagen.

Zunächst mal, wer ich bin: Ich bin Riebe, der Ex-Roadmanager. Wenn Du in den letzten vier Jahren mal die Rattles, Frumpy oder die Spooky Tooth Tournee '70 gesehen hast, --- ich bin der lange Typ mit der runden Nickelbrille.
Alles klar ?

Zum Thema: Allüberall gibt es unheimlich viele Leute, die zur Musiker-Scene gehören. Immer, wenn ich irgendwo hinkam, machten mich tausend Leute an, fragten mich jede Menge Musiker, Roadies, Veranstalter, Club-Besitzer, Manager, Presseleute und was es sonst noch alles gibt, nach allen möglichen Dingen. Allen mangelte es irgendwo an Informationen und Verbindungen, Erfahrungen und Kenntnissen. Daher will ich fortan für all diese Leute monatlich eine Zeitung zusammenstellen, in der jeder jedem Neuigkeiten, Berichte und Erfahrungen vermitteln kann.

Eine Spezial-Zeitung für Musik-Macher also, und für all die Leute, die dafür sorgen, dass die "Macher auch machen" können, für alle, die man zur "Scene" zählen kann.

In dieser Zeitung können sich Gruppen vorstellen, Clubs, Manager und Veranstalter ihre Adressen bekanntgeben, Roadies Erfahrungen austauschen, hier kann man die "coolen" Clubs, Veranstalter, Hotels usw. empfehlen und vor den "linken" warnen. Hier kann man berichten, welche Werkstatt sonnabends nachmittags noch mal den Bus oder einen Verstärker repariert, und an welcher Autobahnraststätte man besser vorbeifährt.

Kurz: hier soll jeder das weitergeben können, was die anderen auch wissen sollten, jeder das fragen, was er wissen möchte. Denn ich glaube, dass man nur dann eine positive Musiker-Scene schaffen kann, wenn alle Gruppen (und wer sonst noch dazugehört), sich kennen und zusammenarbeiten.

Das ist der Sinn dieser Zeitung.

Zudem habe ich oft genug erlebt, daß Gruppen, die zum Beispiel einen neuen Gitarristen suchen, kaum die Möglichkeit haben, ihre Suche über ihren Wohnbezirk hinaus auszudehnen, obwohl der gesuchte, bediente Mann nur ein paar -zig Kilometer weiter krampfhaft nach einer duften Gruppe Ausschau hält. Ich glaube, dass diese Zeitung sich hier zum überregionalen "Stellenmarkt" entwickeln kann, mit der man viel eher die richtigen Leute erreicht, als z.B. per Tageszeitung.

Wenn Du dieses Exemplar, worin Du derzeit schmökerst, zugeschickt bekommen hast, erhältst Du es in Zukunft automatisch auf dem selben Wege. Wenn nicht, schicke mir einfach eine Karte mit Deiner Anschrift und Deinem "Beruf" (Gitarrist, Roadie, Veranstalter, usw.) Die regelmäßige Zustellung ist dann garantiert. Diese Zeitung hat nämlich den großen Vorteil, dass sie umsonst verteilt wird.

Und zum Schluß noch eine Bitte: Damit diese Zeitung möglichst viele (besser: alle) Scene-Leute erreicht, damit alle Scene-Leute an dieser Zeitung mitarbeiten, hilf mit, sie überall bekannt zu machen. Zeige sie allen Leuten, für die sie wichtig sein kann, und erkläre ihnen, daß sie der Bezug nur die Mühe einer Postkarte kostet. Denn es ist besser, wenn jeder ein Exemplar bekommt, als wenn sich vier oder fünf Leute eine Nummer teilen müssen. Allerdings bitte ich Dich, darauf zu achten, daß Deine Weiterempfehlung nur an Leute geht, die mit der Scene zu tun haben. Denn für die Musik- Konsumenten ist diese Zeitung nicht gedacht.

Alles klar ?

Na dann, allgemeines "Laff-än-piess"
Editorial

Und schwups, schon sind wir wieder in der Gegenwart.

Die Macher des Webprojekts EventElevator haben Hans Riebesehl ausfindig gemacht, einen Artikel über ihn veröffentlicht, sowie ein über einstündiges Interview mit ihm auf Video gebannt. Hier der Bild-Link zum Artikel und zum Video:

Event Elevator

Hans Riebesehl präsentiert sich auch mit einer eigenen Website auf: www.hansriebe.de